SGK zum Auftakt der Sommertour beim Technischen Hilfswerk zu Besuch

Kommunalpolitik

Die Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) Mannheim führt derzeit eine Sommertour durch und besucht hierbei verschiedene kommunal bedeutsame Einrichtungen in Mannheim. Die Auftaktveranstaltung fand am 20. Juli beim Technischen Hilfswerk (THW) statt, das seit mehr als 60 Jahren einen unverzichtbaren Beitrag zum nationalen Bevölkerungsschutz leistet.

Die Organisation THW wird deutschlandweit von 80.000 Ehrenamtlichen (Aktive Kräfte, Reserve-, Alt- und Junghelfer/innen) getragen. Der THW Ortsverband Mannheim besteht aus rund 60 Aktiven, 26 Kinder- und Jugendlichen sowie einer engagierten Altersmannschaft. Das Mannheimer THW ist im Rettungszentrum Friedrichsfeld zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr in direkter Nachbarschaft zur Johanniter Unfallhilfe untergebracht. Die räumliche Nähe der drei Rettungsorganisationen lässt Synergieeffekte deutlich in Erscheinung treten. Der THW Ortsverband Mannheim verfügt in dem 2011 fertiggestellten Neubau über eine Fahrzeughalle mit elf Stellplätzen, einen Schleppdachstellplatz für seinen Tieflader-Anhänger und einen darüber liegenden Bürotrakt mit knapp 400 m² Grundfläche – alles ausgestattet mit zeitgemäßer Gebäudetechnik.

Die Ortsbeauftragte des Mannheimer THW Nicole Dudziak führte die SGK-Besucher/innen sowohl durch die Fahrzeughalle als auch die Verwaltungsräume und stand für zahlreiche Nachfragen und Hintergrundinformationen zur Verfügung. Der Teilnehmerkreis, zu dem u.a. die Landtagsabgeordnete Helen Heberer zählte, setzte sich aus Vertreter/innen der SPD Gemeinderatsfraktion und Bezirksbeiräten zusammen. Ausgehend von den einzelnen Fahrzeugen des Fuhrparks erläuterte die THW-Expertin Dudziak, wie das THW aufgebaut ist und welche Aufgaben, die verschiedenen Gruppen übernehmen. Die Kommunalpolitiker/innen informierten sich insbesondere zu Fragen der Kooperation mit Feuerwehr und Rettungsdienst im Hinblick auf die Arbeit der Leitstelle.

Wie wichtig das ehrenamtliche Engagement beim THW ist, verdeutlichte die jüngste Flut- und Überschwemmung im Osten und in Bayern. Das THW Mannheim war dabei mit einer Abordnung im Osten der Republik im Einsatz. „Leider werden nicht alle Arbeitnehmer/innen von ihren Chefs ohne Diskussion freigestellt“, so Dr. Boris Weirauch, der appelliert solche Ehrenämter gerade im Berufsleben zu würdigen. Die Freiwilligen sind für das Gemeinwohl unverzichtbar und erwerben fachliche und soziale Qualifikationen, die ihnen auch im beruflichen Alltag nutzen.

Besonders beeindruckt zeigten sich die SGK-Politiker/innen von der gut funktionierenden Jugendarbeit des Mannheimer THW. So befinden sich in der Kinder- und Jugendgruppe 26 engagierte Mitglieder, die an die Aufgaben dieses bedeutsamen Ehrenamts herangeführt werden. „Es ist schön zu hören, dass in Mannheim keine Nachwuchssorgen beim THW bestehen. Durch die vielfältige Kinder- und Jugendarbeit und eine sehr gute Medienpräsenz blickt das Mannheimer THW optimistisch in die Zukunft“, zeigt sich Bezirksbeirätin Melanie Seidenglanz sichtlich beeindruckt.